Détails techniques
Année de construction
2004
Description
Sieger 2005 GT Championship Italien & Spanien Klassensieger 2006 Interlagos 1000 Meilen Rennen Gefahren von Le Mans Sieger Pier Guidi Ausgestellt im Ferrari Museum Maranello
Informations complémentaires Der Ferrari 360 GTC
Er zählt zu den erfolgreichsten GT-Rennfahrzeugen Ferraris der frühen 2000er Jahre und wurde speziell für den internationalen GT-Rennsport nach FIA-N-GT-Reglement entwickelt. Basierend auf dem Ferrari 360 Modena entstand ein kompromissloses Wettbewerbsfahrzeug, das zahlreiche Siege und Meisterschaftserfolge in nationalen und internationalen Rennserien erzielen konnte. Entwickelt wurde der 360 GTC von Ferrari in Zusammenarbeit mit Michelotto. Im Gegensatz zum serienmäßigen 360 Modena wurde der GTC konsequent auf den Rennbetrieb ausgelegt. Herzstück des Fahrzeugs war der längs vor der Hinterachse eingebaute Ferrari-F131-V8-Motor mit 90-Grad-Zylinderwinkel und einem Hubraum von 3.586 cm³. Trotz der FIA-Luftmengenbegrenzer leistete der Motor 445 PS bei 8.750 Umdrehungen pro Minute und entwickelte ein maximales Drehmoment von 410 Nm bei 6.500 Umdrehungen. Der Antrieb verfügte über Aluminium-Zylinderköpfe und -Motorblock, Titan-Pleuel, einen geschmiedeten Stahlkurbeltrieb sowie eine Trockensumpfschmierung. Die Kraftübertragung erfolgte über ein sequentielles Sechsgang-Renngetriebe mit Sperrdifferenzial und hydraulisch betätigter Dreischeibenkupplung.
Für den Einsatz auf der Rennstrecke erhielt der Ferrari 360 GTC eine vollständig überarbeitete Fahrwerks- und Aerodynamikkonfiguration. Das Fahrzeug verfügte über eine Aluminium-Monocoque-Struktur mit FIA-konformem Sicherheitskäfig, doppelte Dreieckslenker an Vorder- und Hinterachse, einstellbare Stoßdämpfer sowie verstellbare Stabilisatoren. Die Karosserie bestand aus einer Kombination aus Aluminium- und Verbundwerkstoffen, ergänzt durch Lexan-Seitenscheiben und Heckscheibe zur weiteren Gewichtsreduzierung. Ein verstellbarer Frontsplitter, ein großer Heckflügel sowie ein Heckdiffusor sorgten für den notwendigen Abtrieb bei hohen Geschwindigkeiten. Die Bremsanlage bestand aus groß dimensionierten Brembo-Stahlbremsscheiben mit Sechs-Kolben-Bremssätteln an der Vorderachse und Vier-Kolben-Bremssätteln hinten. Auf leichten 18-Zoll-BBS-Monoblock-Felgen kamen speziell entwickelte Pirelli-Rennreifen zum Einsatz. Trotz umfangreicher Sicherheitstechnik und der robusten Rennkonstruktion brachte der Ferrari lediglich 1.100 Kilogramm auf die Waage. Bei einer Länge von 4.557 mm und einem Radstand von 2.600 mm verband er hohe Agilität mit ausgezeichneter Hochgeschwindigkeitsstabilität.
Der Ferrari 360 GTC etablierte sich schnell als eines der konkurrenzfähigsten Fahrzeuge seiner Klasse. Zahlreiche Privatteams setzten den Wagen erfolgreich in der FIA GT Championship, bei Langstreckenrennen sowie in nationalen GT-Meisterschaften ein. Heute gilt der 360 GTC als einer der letzten klassischen Ferrari-GT-Rennwagen vor dem Einzug moderner elektronischer Fahrhilfen und verkörpert die Verbindung aus traditioneller Renntechnik, geringem Gewicht und hochdrehendem Saugmotor auf besonders eindrucksvolle Weise.
Über das hier angebotene Fahrzeug
Chassis 2060 wurde im März 2004 von Ferrari Corse Clienti ausgeliefert und begann seine Rennkarriere unmittelbar im internationalen GT-Sport. Bereits in seiner ersten Saison wurde das Fahrzeug in der italienischen GT-Meisterschaft eingesetzt, wo es mehrere Podiumsplatzierungen erzielen konnte. Mit Einsätzen auf traditionsreichen Rennstrecken wie Imola, Monza und Mugello etablierte sich der Ferrari schnell als eines der konkurrenzfähigsten Fahrzeuge seiner Klasse. Fahrer wie Loris Kessel und Andrea Chiesa prägten die frühe Wettbewerbsgeschichte des Fahrzeugs. Im Jahr 2005 wurde Chassis 2060 von Scuderia Playteam übernommen und in den charakteristischen blau-weißen Teamfarben lackiert. Es folgte die erfolgreichste Phase der Fahrzeughistorie. Unter der Leitung von Playteam und mit Fahrern wie Le Mans Sieger Alessandro Pier Guidi, Toni Vilander und Giambattista Giannoccaro gewann der Ferrari sowohl die italienische GT-Meisterschaft als auch die spanische GT-Meisterschaft der Saison 2005. Siege in Jarama, Valencia, Estoril, Jerez und Barcelona machten Chassis 2060 zu einem der erfolgreichsten Ferrari 360 GTC überhaupt. Die Doppelmeisterschaft in zwei nationalen Top-Serien stellt bis heute einen außergewöhnlichen Erfolg in der Geschichte des Modells dar.
Anfang 2006 setzte Playteam den Wagen bei der traditionsreichen 1000 Milhas Brasileiras in Interlagos ein. Mit Pier Guidi, Giannoccaro und Vilander am Steuer gewann Chassis 2060 seine Klasse mit mehreren Runden Vorsprung und erreichte den vierten Gesamtrang gegen wesentlich leistungsstärkere Fahrzeuge anderer Klassen. Auch in der Saison 2006 blieb der Ferrari auf internationaler Ebene aktiv und konnte weitere Podiumsplatzierungen erreichen. Nach dem Ende seiner professionellen Rennkarriere gelangte das Fahrzeug in langfristige Sammlerhände. Die Bedeutung des Fahrzeugs wurde zusätzlich durch die Ferrari-Classiche-Zertifizierung sowie eine Ausstellung im Museo Ferrari in Maranello unterstrichen.
2017 wurde Chassis 2060 bei Michelotto Automobili umfassend technisch überarbeitet. Die dokumentierten Arbeiten umfassten umfangreiche mechanische Revisionen und dienten dem Ziel, das Fahrzeug sowohl technisch als auch historisch auf höchstem Niveau zu erhalten. Nach fünf Jahren in niederländischer Sammlerhand gelangte das Fahrzeug 2021 in die Hände von Mechatronik, wo es seither Teil der privaten Sammlung ist und nun erneut zum Verkauf steht. Heute präsentiert sich Chassis 2060 als außergewöhnliche Gelegenheit, einen Ferrari 360 GTC mit dokumentierter Rennhistorie, zwei Meistertiteln, internationaler Wettbewerbsgeschichte und Rennerfolgen, Ferrari-Classiche-Zertifizierung zu erwerben. Die Kombination aus Erfolgen, lückenlos dokumentierter Historie und langfristiger Sammlerpflege macht dieses Fahrzeug zu einem der bedeutendsten und begehrtesten Ferrari 360 GTC weltweit.
Für Detailfragen steht Ihnen unser Verkaufspersonal jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Fahrzeugbesichtigungen grundsätzlich nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich sind.