Détails techniques
Année de construction
1988
Description
DTM Saison 1988 Teilnehmer Originale AMG Fahrgestellnummer Gefahren durch Thomas von Löwis Vollrestauriert durch Mercedes-Benz Gstaad Kosten der Restauration von 100.000 €
Informations complémentaires Der Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 DTM Gruppe A
Die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft 1988 war die fünfte Saison der noch jungen DTM und markierte einen wichtigen Entwicklungsschritt innerhalb der Gruppe A Ära. Insgesamt wurden 24 Rennen in Deutschland, Belgien, Österreich sowie erstmals in der Tschechoslowakei und Ungarn ausgetragen. Die Saison begann am 3. April 1988 in Zolder und endete am 16. Oktober in Hockenheim. Technisch und strategisch war 1988 vor allem für Mercedes-Benz von großer Bedeutung. Diese traten mit dem 190 E 2.3-16 an, einem Fahrzeug, das ursprünglich als sportliches Topmodell der Kompaktbaureihe 201 entwickelt worden war. In der Serienversion leistete der 2,3 Liter Vierzylinder mit Vierventiltechnik 170 PS bei 5.800 Umdrehungen pro Minute und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Charakteristisch waren der Vierventil Zylinderkopf, die mechanisch elektronische Einspritzanlage und die konsequente Auslegung auf hohe Drehzahlen.
Die DTM wurde nach dem Gruppe A Reglement gefahren. Dieses schrieb eine enge Seriennähe vor. Motorblock, Grundarchitektur und Karosseriestruktur mussten dem Serienfahrzeug entsprechen. Genau hier lag die Stärke des 190E 2.3-16. Bereits in der Serienentwicklung war das Modell auf hohe Belastbarkeit und präzises Fahrverhalten ausgelegt worden. Die Baureihe 190 verfügte über eine moderne Raumlenker Hinterachse in Verbindung mit einer Dämpferbein Vorderachse. Dieses Fahrwerkskonzept galt als besonders fortschrittlich und verband hohe Fahrstabilität mit gutmütigem Grenzverhalten und war somit eine ideale Basis für den Rennsport. Auch in puncto Aerodynamik war der 190 seiner Zeit voraus. Die kompakte, strömungsgünstige Karosserieform reduzierte Fahrgeräusche und verbesserte Hochgeschwindigkeitsstabilität . Der 190E 2.3-16 unterschied sich zudem optisch vom Basismodell durch zusätzliche Aerodynamikmaßnahmen und ein eigenes Reifenformat . In der Serie rollte er auf 205/55 R15-Reifen, eine Dimension, die auch im Rennbetrieb eine breitere Spur und mehr mechanischen Grip ermöglichte. Sicherheits- und Technikfeatures wie ABS (beim 2.3-16 serienmäßig) sowie die robuste Karosseriestruktur mit steifer Fahrgastzelle unterstrichen den technischen Anspruch der Baureihe. Hinzu kamen geregelte Dreiwege Katalysatoren mit Lambdasonde, die bereits vor der gesetzlichen Verpflichtung serienmäßig eingeführt wurden, ein Hinweis auf die konsequente technologische Ausrichtung von Daimler-Benz auch im Umfeld des Motorsports.
In der DTM Saison 1988 setzte Mercedes auf Kundenteams wie AMG, Snobeck und Marko. Mehrere Fahrer, darunter Johnny Cecotto, Kurt Thiim und Roland Asch, traten mit dem 190 E 2.3-16 an. Zwar reichte es 1988 noch nicht zum Titelgewinn, doch einzelne Rennsiege, etwa durch Cecotto oder Thiim, zeigten das Potenzial des Fahrzeugs. Die Saison 1988 war damit eine Lern- und Aufbauphase. Der 190 E 2.3-16 bewies, dass eine konsequent entwickelte Serienbasis unter Gruppe A Bedingungen konkurrenzfähig war. Technische Solidität, ausgewogene Fahrwerksgeometrie und ein drehfreudiger 16 Ventil Motor legten das Fundament für die späteren Evo Modelle und die zunehmend erfolgreiche Mercedes DTM Geschichte der frühen 1990er Jahre.
Über das hier angebotene Fahrzeug
Dieser Gruppe A Rennwagen wurde 1988 von AMG für die DTM Saison desselben Jahres inklusive AMG Fahrgestellnummer gefertigt. Basierend auf dem Serienfahrzeug, wurden für den Renneinsatz viele Modifikationen vorgenommen. Darunter eine gesteigerte Motorleistung auf bis zu 300 PS, erhebliche Gewichtsersparnisse auf unter 1.000 kg, Rennstoßdämpfer, härtere Federn, breite Slickreifen, Magnesiumräder und verstellbare Fahrwerksgeometrie. Ein radikaler Innenraum mit Überrollkäfig, Schalensitz, abnehmbarem Lenkrad, einer Feuerlöschanlage und speziellen Bedienelementen vervollständigten die Gruppe A Version. An den Start ging dieses Fahrzeug in der DTM Saison 1988 in den Händen von Thomas von Löwis of Menar, mit welchem wir in direktem Kontakt stehen. Dieser fuhr für das Visa Santander International Schwaben Motorsport Team und erzählte uns, dass er dieses Fahrzeug für die gesamte Saison nutzte. Während dieser DTM Saison fuhr er mit dem Fahrzeug auf folgenden Rennstrecken: Avus, Autodromo Brno, Hockenheimring, Hungaroring, Mainz-Finthen Flugplatz, Norisring, Nürburgring, Wunstorf Flugplatz und Zolder. Am Ende der Saison erreichte die Startnummer 17 eine Gesamtwertung im Mittelfeld. Über die folgenden Jahrzehnte wurde das Fahrzeug laut dem ACS Wagenpass bei insgesamt 35 weiteren Rennen eingesetzt, welche sich durch Mitteleuropa verteilten. Eine vollrestauration von 2023 bis 2024 durch Mercedes-Benz Gstaad brachte den DTM Rennwagen in den Glanz der 1988er Saison zurück. Für Detailfragen steht Ihnen unser Verkaufspersonal jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Fahrzeugbesichtigungen grundsätzlich nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich sind.