Détails techniques
Année de construction
1969
Description
Daytona 24h Poleposition 1969 Le Mans 24h Teilnehmer 1975 Targa Florio Teilnehmer 1970 Einer von 18 gebauten & ca. 5 erhaltenen 908 Langheck Porsche Werkswagen Le Mans Classic & Go
Informations complémentaires Der Porsche 908
Er zählt zu den bedeutendsten Rennsportwagen der Unternehmensgeschichte und markiert einen entscheidenden Meilenstein in Porsches Aufstieg zur dominierenden Kraft im internationalen Langstreckensport der späten 1960er Jahre. Entwickelt wurde das Modell als Nachfolger des erfolgreichen Porsche 907, nachdem die FIA für die Saison 1968 die Hubraumgrenze der Prototypenklasse auf drei Liter festgelegt hatte. Mit dem 908 erhielt Porsche erstmals einen speziell für diese Reglementsvorgaben konstruierten Achtzylinder-Rennwagen, der den Anspruch der Marke unterstrich, auch im Kampf um Gesamtsiege bei den großen Langstreckenklassikern konkurrenzfähig zu sein. Die Entwicklung erfolgte unter der technischen Leitung von Ferdinand Piëch, Hans Mezger und Helmuth Bott, deren Ingenieursteam den Porsche 908 konsequent auf maximale Effizienz, geringes Gewicht und hohe Zuverlässigkeit auslegte.
Herzstück des Fahrzeugs war ein neu entwickelter luftgekühlter Dreiliter-Achtzylinder-Boxermotor mit vier obenliegenden Nockenwellen und mechanischer Kraftstoffeinspritzung. Der Motor leistete je nach Ausbaustufe bis zu 370 PS und zeichnete sich durch seine hohe Drehfreudigkeit sowie seine außergewöhnliche Standfestigkeit aus. Die Kraftübertragung erfolgte über ein speziell entwickeltes Fünfgang-Renngetriebe auf die Hinterräder. Dank seines geringen Gewichts und der ausgewogenen Gewichtsverteilung galt der 908 bereits bei seiner Vorstellung als einer der technisch fortschrittlichsten Prototypen seiner Zeit. Das Chassis bestand aus einem leichten Gitterrohrrahmen aus Aluminium, während die Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt wurde. Porsche entwickelte den 908 kontinuierlich weiter und passte ihn an die unterschiedlichen Anforderungen der Rennstrecken an. Für Hochgeschwindigkeitskurse wie Le Mans und Daytona entstand die berühmte Langheck-Version mit optimierter Aerodynamik und reduzierten Luftwiderständen. Diese erreichte mit ihrem Gewicht von lediglich 700 kg eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Für kurvenreiche Strecken wurden dagegen offene Spyder-Ausführungen entwickelt, die durch ihr noch geringeres Gewicht und ihre verbesserte Agilität Vorteile boten. Die verschiedenen Evolutionsstufen des 908 bildeten die Grundlage für zahlreiche spätere Porsche-Rennfahrzeuge und trugen maßgeblich zur technischen Entwicklung der Marke im Motorsport bei.
Bereits in seiner ersten Saison erzielte der Porsche 908 bedeutende Erfolge auf internationaler Ebene. Siege und Podiumsplätze bei Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft bestätigten das Potenzial des neuen Fahrzeugs. Besonders in der Saison 1969 entwickelte sich der 908 zu einem der erfolgreichsten Rennwagen seiner Epoche und spielte eine entscheidende Rolle beim Gewinn der Markenweltmeisterschaft für Porsche. Seine Wettbewerbsfähigkeit gegen deutlich leistungsstärkere Konkurrenten beruhte vor allem auf seinem geringen Gewicht, seiner aerodynamischen Effizienz und seiner Zuverlässigkeit. Heute gilt der Porsche 908 als einer der bedeutendsten Sportprototypen der 1960er Jahre. Er steht am Übergang von den frühen Porsche-Rennwagen zu den späteren Fahrzeugen wie dem Porsche 917 und verkörpert die Ingenieursphilosophie der Marke in ihrer reinsten Form. Aufgrund seiner geringen Produktionszahl, seiner außergewöhnlichen Rennhistorie und seiner technischen Bedeutung zählt der Porsche 908 heute zu den begehrtesten und wertvollsten Rennfahrzeugen der Porsche-Geschichte.